Brillenträger kennen das Problem nur zu gut. Ob Fingerabdrücke nach dem Essen oder Regentropfen auf dem Heimweg, die Sicht ist schnell getrübt. Im Januar 2026 setzen viele auf moderne, hochbeschichtete Brillengläser, die zwar eine exzellente Sicht bieten, aber auch besondere Pflege benötigen. Viele greifen in der Eile zu Hausmitteln, die der Brille langfristig mehr schaden als nützen. Dabei ist der Weg zu einer perfekt sauberen Brille ohne Kratzer viel unkomplizierter, als die meisten denken.
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Warum aggressive Reiniger Ihre Brille ruinieren
Moderne Brillengläser sind wahre Hightech Produkte. Sie bestehen meist aus hochwertigem Kunststoff und sind mit zahlreichen Schichten überzogen. Dazu gehören die Entspiegelung, Blaulichtfilter oder Hartschichten, die das Glas vor Kratzern schützen sollen. Aggressive Substanzen wie Alkohol oder stark konzentriertes Spülmittel greifen diese empfindlichen Schichten an.
Alkoholhaltige Reiniger können die Beschichtung austrocknen und mit der Zeit porös machen. Spülmittel enthalten oft rückfettende Substanzen oder Duftstoffe, die einen schmierigen Film auf dem Glas hinterlassen. Dieser Film beeinträchtigt nicht nur die Sicht, sondern kann die Entspiegelung dauerhaft matt werden lassen. Wenn die Beschichtung erst einmal beschädigt ist, lässt sich dieser Effekt nicht mehr wegpolieren.
Die beste Methode für den täglichen Durchblick

Die sicherste und gleichzeitig günstigste Methode zur Reinigung Ihrer Brille erfordert keine teuren Spezialprodukte. Alles, was Sie benötigen, ist lauwarmes Wasser und ein Tropfen neutrales, unparfümiertes Reinigungsmittel. Diese Kombination löst Fett und Schmutz effektiv, ohne die chemische Struktur der Glasbeschichtungen zu verändern.
Spülen Sie die Brille zuerst unter fließendem Wasser ab, um grobe Staubpartikel zu entfernen. Verreiben Sie dann einen winzigen Tropfen der milden Seife zwischen Ihren Fingern und reinigen Sie damit sanft die Gläser sowie das Gestell und die Nasenpads. Spülen Sie alles gründlich ab und trocknen Sie die Brille anschließend mit einem sauberen Tuch. Wichtig ist hierbei, keinen starken Druck auszuüben.
Das richtige Tuch macht den Unterschied
Oft ist es nicht das Reinigungsmittel, sondern das Tuch, das für die feinen Mikrorisse auf den Gläsern verantwortlich ist. Viele Menschen nutzen spontan ihr T Shirt, ein Papiertaschentuch oder Küchenrolle. Doch Papier besteht aus Holzfasern, die wie feines Schleifpapier wirken. Auch Kleidung fängt über den Tag Staub und winzige Schmutzpartikel ein, die beim Reiben tiefe Kratzer verursachen.
- Verwenden Sie ausschließlich saubere Mikrofasertücher, die speziell für Brillen geeignet sind.
- Waschen Sie Ihr Mikrofasertuch regelmäßig, aber verzichten Sie dabei auf Weichspüler.
- Papiertaschentücher und Küchenrolle sind für Brillengläser absolut tabu.
- Staubige Gläser sollten niemals trocken abgewischt werden.
- Für unterwegs sind alkoholfreie Brillenfeuchttücher eine gute Alternative.
- Lagern Sie Ihr Reinigungstuch immer in einem Etui, damit es nicht einstaubt.
Vergleich der Reinigungsmaterialien für Brillengläser
In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht darüber, welche Materialien für Ihre Brille sicher sind und wovon Sie lieber die Finger lassen sollten.
| Material | Empfehlung | Grund |
| Mikrofasertuch | Sehr gut geeignet | Bindet Staub sanft und hinterlässt keine Kratzer |
| Lauwarmes Wasser | Sehr gut geeignet | Entfernt groben Schmutz ohne chemische Belastung |
| Papiertaschentücher | Nicht geeignet | Holzfasern verursachen dauerhafte Mikrorisse |
| T Shirt / Kleidung | Nicht geeignet | Staubpartikel im Stoff wirken wie Schleifmittel |
| Glasreiniger | Nicht geeignet | Zu aggressive Inhaltsstoffe für Kunststoffgläser |
| Neutrale Seife | Gut geeignet | Löst Fett sanft ohne schädliche Zusatzstoffe |
Häufige Fehler im Alltag vermeiden
Ein Fehler, der besonders häufig passiert, ist das Reinigen der Brille mit sehr heißem Wasser. Hohe Temperaturen können dazu führen, dass sich das Material der Fassung verzieht oder die Schichten des Glases durch die thermische Ausdehnung Risse bekommen. Auch das bloße Anhauchen und anschließende Trockenreiben ist riskant, da Staubkörner auf dem trockenen Glas wie Schmirgelpapier wirken.
Wer seine Brille am Strand oder in staubigen Umgebungen trägt, sollte sie vor dem Wischen immer erst gründlich mit Wasser abspülen. Falls Sie unterwegs sind und kein Wasser zur Verfügung steht, nutzen Sie reichlich Brillenspray, damit die Schmutzpartikel auf der Flüssigkeit schwimmen und nicht über die Oberfläche gezogen werden. Eine gute Pflege spart Ihnen langfristig viel Geld für neue Gläser.



